Kommunen zur Durchführung von „Fußgängerchecks“ ausgewählt
Einbeziehung der Zielgruppe ist bei der Erhebung von Bedarfen von zentraler Bedeutung

Ein Hauptanliegen des Netzwerkes „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ ist die Förderung der sicheren und eigenständigen Mobilität von älteren Menschen. Angesichts des demografischen Wandels entwickelt sich dieses Thema zu einem wichtigen Standortfaktor für die Kommunen.
Um sich auf die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung einstellen zu können, ist die Einbeziehung der Zielgruppe selber bei der Erhebung von Bedarfen von zentraler Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund hat die Koordinierungsstelle des Netzwerkes „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ einen Wettbewerb ausgeschrieben: Sechs Kommunen wurden zur Durchführung von „Fußgängerchecks“ gesucht und im Rahmen der Jurysitzung am 26. September ausgewählt. Der Fußgängercheck beinhaltet neben einer Großelternbefragung zur Erhebung von Daten zur Alltagsmobilität älterer Menschen als zentrales Element die Durchführung von Stadtteilbegehungen. Mitarbeiter der Kommunalverwaltung und interessierte Senioren führen gemeinsam die Begehungen durch. Dabei werden wichtige Alltagsziele für ältere Menschen erhoben und gleichzeitig die Wege dazwischen hinsichtlich Gefahrenpunkten und Barrierefreiheit untersucht. Es gilt, Schwachstellen des Fußwegenetzes zu erkennen und Verbesserungsvorschläge anzuregen. In einem Seniorenwegeplan können die erhobenen Daten graphisch aufbereitet werden.
Die Jury bestehend aus Vertretern der Eugen-Otto-Butz-Stiftung, des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW, der Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren-Organisationen und des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg hat in einer gemeinsamen Sitzung folgende Wettbewerbsteilnehmer ausgewählt: Stadt Kerpen, Stadt Herzogenrath, Stadt Brühl, den Kreis Düren sowie das Seniorennetzwerk Köln Höhenhaus und den Bonner Arbeitskreis „Sicher unterwegs – ein Leben lang.“
Die Projektdurchführung wird durch die finanzielle Förderung der Eugen-Otto-Butz-Stiftung ermöglicht.

