06.03.2014

Landesweite Fahrradmitnahme im NRW-Nahverkehr neu geregelt

Auch Pedelecs und E-Bikes sind ab 1. April 2014 in Bussen und Bahnen erlaubt


Köln, 06. März 2014. Die Verkehrsverbünde und Verkehrsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen haben zum 1. April 2014 neue und einheitliche Regelungen zur Fahrradmitnahme beschlossen. Diese werden in den Beförderungsbedingungen aller NRW-Verkehrsunternehmen verankert. Um Streitigkeiten zwischen Fahrgästen zu vermeiden sowie die Planbarkeit der Reisekette sicherzustellen, wurde nun für die Nahverkehrskunden verlässlich festgelegt, welche Fahrradtypen mitgeführt werden dürfen. Ab dem 1. April 2014 können Fahrgäste neben den „klassischen" Fahrrädern ebenfalls elektrobetriebene Fahrräder, sogenannte Pedelecs und E-Bikes, in Bussen und Bahnen mitnehmen. Ebenso können Fahrgäste zukünftig in den Nahverkehrszügen Fahrräder mitführen, deren Abmessungen das übliche Fahrradmaß überschreiten. Dies umfasst z. B. Tandems. Aufgrund der räumlich beengten Verhältnisse können diese Fahrradkonstruktionen jedoch in Bussen und U-/Straßenbahnen nicht transportiert werden. Um den besonderen Mobilitätsbedürfnissen von schwerbehinderten Menschen nachzukommen, dürfen Inhaber von Ausweisen nach § 69 des Sozialgesetzbuchs IX („Schwerbehindertenausweis") auf Kulanzbasis jedoch auch solche Fahrräder in Bussen und U-/Straßenbahnen (ÖSPV) mitnehmen.

Vertreter von Fahrrad-, Behinderten- und Fahrgastverbänden wurden eingebunden
Die wesentlichen Änderungen wurden im Rahmen eines „Runden Tisches" unter Federführung des Verkehrsministeriums NRW vorabgestimmt. An dieser Abstimmungsrunde haben neben den Vertretern der Verkehrsunternehmen ebenfalls Vertreter der Fahrrad-, Behinderten- und Fahrgastverbände teilgenommen. „Wir freuen uns, dass wir zusammen mit den verschiedenen Interessensvertretern eine tragfähige Lösung zur Fahrradmitnahme im Nahverkehr gefunden haben. Die Schaffung von klaren, landesweit einheitlichen Regelungen ist mit dieser Präzisierung der Beförderungsbedingungen gelungen", so Klaus Vollmer, Leiter des Kompetenzcenters Marketing NRW (KCM).

Bei allen Neuerungen bleibt die bereits heute geltende Regelung bestehen, dass Fahrräder nur transportiert werden können, wenn die Platzsituation im Fahrzeug dies zulässt. In der Mobilität eingeschränkte Menschen (z. B. Rollstuhlfahrer oder Personen mit Kinderwagen) haben auch weiterhin Vorrang vor Fahrradfahrern.

Weitere Informationen zu den ab dem 1. April geltenden Beförderungsbedingungen Nahverkehr NRW erhalten Sie unter: NRW-Beförderungsbedingungen ab 01.04.2014

Unter folgendem Link finden Sie zwei Schaubilder mit Darstellungen der alten und neuen Regelung, die Sie gerne für Ihre Berichterstattung verwenden können: http://download.vrsinfo.de/Titel_FahrradmitnahmeNRW.zip


Pressekontakt:
Holger Klein
Kompetenzcenter Marketing NRW
bei der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Glockengasse 37-39
50667 Köln
Tel.: 0221/20 808 47
E-Mail: holger.klein@vrsinfo.de


Zahlen und Fakten:

Busse & Bahnen NRW
„Busse & Bahnen NRW“ ist eine Gemeinschaftskampagne des NRW-Verkehrsministeriums, der Zweckverbände, Verkehrsverbünde und Verkehrsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Ziel, das ÖPNV-Angebot in Nordrhein-Westfalen weiter zu verbessern, setzen die Akteure gemeinsam Tarif-, Marketing- und Kommunikationsprojekte um. Feder-führende Geschäftsstelle für die Aufgaben ist das Kompetenzcenter Marketing NRW.

Kompetenzcenter Marketing NRW
Das beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg angesiedelte Kompetenzcenter Marketing NRW  fun-giert als Geschäftsstelle für den NRW-Tarif und nimmt für die Verkehrsverbünde und -unternehmen in NRW gemeinsame Aufgaben in den Bereichen Tarif, Vertrieb, Einnahmeauf-teilung, Marktforschung und Kommunikation wahr. Neben der Weiterentwicklung des NRW-Tarifs werden hier Konzepte für überregionale Qualitätsfragen wie die landesweite Mobili-tätsgarantie entwickelt und landesweit vermarktet.

Der NRW-Tarif
Der NRW-Tarif ist der Nahverkehrstarif für Fahrten innerhalb Nordrhein-Westfalens, die über die Grenzen von Verkehrsverbünden und -gemeinschaften hinaus gehen. Er gilt stets von „Haus zu Haus“, d.h. mit nur einem Ticket können alle Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen sowie Nahverkehrszüge und die S-Bahn (2. Klasse) genutzt werden. Seit seiner Ein-führung im August 2004 befindet sich der NRW-Tarif auf Erfolgskurs: 2012 haben Nahver-kehrsreisende knapp 35 Millionen Fahrten mit den Tickets des NRW-Tarifs unternommen.