27.03.2017

Erneuter Rekord bei Fahrgastzahlen und Einnahmen

Zahl der Fahrten kletterte im Vorjahr im Verbundraum auf 544 Millionen – ÖPNV boomt weiterhin: Rund acht Millionen mehr Fahrten als in 2015


Köln, 27. März 2017. Der ÖPNV-Boom im Rheinland hält an: Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und seine Verkehrsunternehmen können für das abgelaufene Jahr 2016 erneut eine sehr erfreuliche Bilanz mit Zuwächsen an Fahrgästen und Einnahmen vermelden. Damit spielen die öffentlichen Verkehrsmittel als „Rückgrat“ des Verkehrssystems im Großraum Köln-Bonn auch weiterhin eine bedeutende Rolle. Insgesamt haben die Fahrgäste im vergangenen Jahr 544 Millionen Fahrten mit Bus und Bahn unternommen, im Vergleich zum Vorjahr sind dies 7,6 Millionen Fahrten bzw. 1,42 Prozent mehr. Trotz sinkender Schülerzahlen haben damit 2016 mehr Menschen Busse und Bahnen genutzt als je zuvor.

Das Fahrtenplus spiegelt sich auch auf der Einnahmenseite wider: Die 28 Verkehrsunternehmen im VRS erwirtschafteten 2016 insgesamt 666,9 Millionen Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 26,7 Millionen Euro (+ 4,17 Prozent). „Das sind erfreuliche Zahlen, die belegen, dass der Trend zu Bus und Bahn weiter andauert. Der ÖPNV ist das Rückgrat einer effizienten und klimaschonenden Mobilität – in der Fläche genauso wie im Ballungsraum. Vor allem in den Großstädten wie Köln und Bonn geht ohne einen leistungsstarken Nahverkehr nichts mehr“, so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag. Ein maßgebliches Ziel im VRS sei, Leistung und Preis in Einklang zu bringen, um Stammkunden zu halten und Neukunden zu gewinnen. „Das ist dem VRS und seinen Verkehrsunternehmen im vergangenen Jahr sehr gut gelungen“, bilanziert Schmidt-Freitag.

Leichter Zuwachs im Bartarif – Ticketkauf per Smartphone wird immer beliebter
Bei den Fahrten im sogenannten Bartarif (Einzeltickets, Mehrfahrtentickets, Tages- und Gruppentickets) ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Zuwachs zu verzeichnen: So ist die Zahl der Fahrten von 60,4 Millionen auf 60,7 Millionen (+ 0,49 Prozent) gestiegen. Immer mehr Tickets des Bartarifs werden über das Smartphone erworben: So stieg die Zahl der verkauften HandyTickets von 1,53 Millionen Stück 2015 auf 2,2 Millionen Stück in 2016. Das bedeutet eine Steigerung von 43 Prozent. „Der mobile Vertriebsweg gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wir werden daher den digitalen Ticketkauf weiterentwickeln, ohne die bekannten und bewährten Vertriebswege zu vernachlässigen“, so Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

800.000 Menschen im VRS fahren mit Abos – JobTicket bleibt meistgenutzter Fahrausweis
Die Anzahl der VRS-Kunden mit Zeitfahrausweisen bzw. Abonnements ist erneut stark gestiegen: So wurden 2016 insgesamt 225,7 Millionen Fahrten mit den ZeitTickets für Erwachsene (+ 2,56 Prozent/+ 5,6 Millionen Fahrten) unternommen. Die Zahl der ZeitTickets für Schüler und Auszubildende ist nach mehreren Jahren des Rückgangs ebenfalls wieder gestiegen: Von 205,7 Millionen auf 206,4 Millionen Fahrten (+ 0,33 Prozent/+ 0,7 Millionen Fahrten).

Bei den Zeitkarten für Erwachsene bleibt das JobTicket bzw. GroßkundenTicket der meistgenutzte Fahrausweis: 212.300 Arbeitnehmer (+ 0,33 Prozent/700 Kunden) pendeln damit zur Arbeit, nutzen es aber ebenso für Freizeitfahrten und schätzen die vielfältigen Mitnahmemöglichkeiten. Auch die Kundenentwicklung bei Monats- und Aktiv60Tickets bleibt positiv. 140.300 Kunden sind mit den „Dauerkarten“ (MonatsTicket, MonatsTicket im Abo und MonatsTicket MobilPass) unterwegs (+ 12.000 Kunden), 45.500 mit dem Aktiv60Ticket (+ 1,79 Prozent/+ 800 Kunden). Erneut rückläufig ist dagegen das Formel9Ticket, hier ist die Kundenzahl um 800 (– 2,64 Prozent) auf 29.500 Kunden gesunken. Jedoch handelt es sich hier nicht um „verlorene“ Kunden, sondern um Umsteiger auf das Aktiv60Ticket.
„Fast 800.000 Fahrgäste sind im VRS mit einem ZeitTicket unterwegs, sei es ein Schüler-, Semester, Job- oder MonatsTicket – und die Tendenz ist weiterhin steigend. Diese Entwicklung unterstreicht unseren Ansatz, den Fahrgästen aller Altersstufen „Rundumsorglos-Pakete“ anzubieten, mit denen sie das ganze Jahr ohne zeitliche Begrenzung unterwegs sein können“, so Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

Neu eingeführtes EinfachWeiterTicket übersteigt alle Erwartungen
Weiterhin erfreulich ist die Akzeptanz des vor drei Jahren eingeführten Pauschalen AnschlussTickets, das für 3,60 Euro für einzelne Fahrten über den Geltungsbereich des jeweiligen VRS-ZeitTickets hinaus gilt. Mit 930.000 (Vorjahr 723.000) verkauften Tickets wurde die Verkaufsbilanz des Pauschalen AnschlussTickets im Vergleich zum Vorjahr um satte 28 Prozent übertroffen.

Auch die verbundübergreifende Weiterentwicklung des Pauschalen AnschlussTickets, das erst zum Jahresanfang 2017 eingeführte EinfachWeiterTicket, hatte einen sehr guten Start: Mit diesem Ticket ist eine maßgebliche verbundübergreifende Neuerung zur weiteren Vereinfachung in der Tariflandschaft Nordrhein-Westfalens gelungen. Das „EWT“ erleichtert den tariflichen Übergang zwischen dem VRS, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und dem Aachener Verkehrsverbund. Es kostet 6,40 Euro für die Einzelfahrt in der 2. Klasse, Kinder zahlen stets die Hälfte. „Mit rund 45.000 verkauften Tickets liegen wir bereits im ersten Verkaufsmonat Januar weit über der Prognose im Rahmen der Tarifkalkulation. Diese tollen Zahlen verdeutlichen die Beliebtheit und die Akzeptanz des neuen Tickets bei den Fahrgästen. Mit diesem Ticket ist ein wichtiger Schritt für verbundübergreifende Tariflösungen gemacht worden, denn der Gültigkeitsbereich des eigenen Abo- oder Monatstickets kann einfach in den kompletten Gebiet der benachbarten Verbünde ausgedehnt werden. Für nur 6,40 Euro kann der Fahrgast von Köln nach Dortmund oder von Bonn nach Düsseldorf fahren“, so Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

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