15.12.2016

Geh-Spaß statt Elterntaxi auch in Gummersbach umgesetzt

Projekte müssen Anreize schaffen, dass wieder mehr Kinder zu Fuß zur Schule gehen


Köln/Gummersbach, 14. Dezember 2016. Nach Bergisch Gladbach hat jetzt auch Gummersbach seine erste Hol- und Bringzone an einer Grundschule. Basierend auf dem Angebot „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, dessen Geschäftsstelle beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg sitzt, wird das Projekt nun an der Regenbogenschule in Dieringhausen umgesetzt. „Unsere Kinder stehen im Mittelpunkt – und genau wegen euch sind wir hier“, sagte Bürgermeister Frank Helmenstein bei der Eröffnung am Dienstagmorgen. „Ein Anspruch der Stadt Gummersbach ist es, kinder- und familienfreundlich zu sein. Dazu gehört auch ein sicherer Schulweg“, sagte der Bürgermeister.

Gemeinsame Arbeit an Verbesserung der Schulwegsituation
Nachdem die Stadt Gummersbach auf die Verkehrsproblematik im Bereich der Regenbogenschule angesprochen wurde, gab es bereits einige Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Situation. Außerdem brachten die städtischen Verkehrsplaner gemeinsam mit externen Fachleuten das Verkehrssicherheitsprojekt des Zukunftsnetzes Mobilität NRW „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ mit auf den Weg. Kontakte mit Eltern und der Schulleitung wurden geknüpft, um gemeinsam an der Verbesserung der Schulwegsituation zu arbeiten. Das Schulumfeld wurde untersucht und an der Aggerhalle ein geeigneter Bereich gefunden, an dem die Eltern ihre Kinder sicher absetzen und wieder abholen können. Damit alleine ist es aber noch längst nicht getan. Der Schulweg muss ebenfalls weiter optimiert werden. Dazu gibt es beispielsweise schon Planungen, an der Kreuzung Schulstraße/Neudieringhauser Straße einen Kreisverkehr zu bauen. In der Brüder-Grimm-Straße wurde kürzlich bereits ein geschwindigkeitsdämpfendes Fahrbahnplateau geschaffen. Bürgermeister Helmenstein dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.

Verkehrsexperte Jens Leven erklärte, dass heute rund 60 Prozent der Kinder zur Schule gefahren werden, während es früher nur etwa 10 Prozent waren. Da sich dieses Verhältnis nicht von alleine zurückdreht, sollen durch das Projekt Anreize geschaffen werden, dass wieder mehr Kinder zu Fuß zur Schule gehen. Dafür muss den Eltern ein Angebot gemacht werden, wo sie ihre Kinder sicher hinbringen- und abholen können. Außerdem müssen die Kinder entsprechend motiviert werden. Durch die Teilnahme an dem Verkehrszähmerprogramm des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, werden die Kinder mit „Zaubersternen“ belohnt, welche sie beispielsweise gegen einen hausaufgabenfreien Nachmittag oder einen Ausflug zum Spielplatz einsetzen können. Weitere Schulwegprojekte sind an den Grundschulen Niederseßmar und Derschlag in Vorbereitung.

 
Pressekontakt:
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Benjamin Jeschor
Stellvertretender Pressesprecher
Tel.: 0221/ 20808-471
Fax: 0221/ 20808-8471          
benjamin.jeschor@vrsinfo.de