Das neue KVB-Leihradsystem

Die Flotte der KVB wird 950 Räder umfassen - VRS-Abokunden fahren günstiger

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben am 8. Mai 2015, gemeinsam mit dem Kooperationspartner nextbike GmbH, ihr Leihradangebot gestartet. Die Leihräder ermöglichen den Kunden, ihre Wege in Köln noch flexibler zu gestalten und die Nutzung des Fahrrads mit der Bus- oder Stadtbahnfahrt zu verknüpfen. Gemeinsam mit der Stadt Köln will die KVB den Umweltverbund (ÖPNV, Rad, CarSharing, Zu-Fuß-Gehen) vorantreiben.

Flexibler Fahrradverleih am Straßenrand

In der Kölner Innenstadt einschließlich der Stadtteile Deutz und Mülheim sowie in den Stadtteilen Braunsfeld, Lindenthal und Ossendorf können ab sofort KVB-Räder flexibel am Straßenrand entliehen und im Bediengebiet kostenlos zurückgegeben werden. An zentralen Knotenpunkten wie beispielsweise dem Neumarkt, der Universität, am Rudolfplatz, Zülpicher Platz, Breslauer Platz/Hbf, Ebertplatz und an der Sparkasse am Butzweilerhof befinden sich jeweils Gruppen von bis zu zehn Leihrädern. Am Bahnhof Mülheim und am Wiener Platz werden jeweils bis zu 20 Räder aufgestellt. Auf dem Carlswerkgelände an der Schanzenstraße in Köln-Mülheim (20 Räder), an der Universität Köln (30 Räder) und der KVB-Hauptverwaltung in Köln-Braunsfeld (10 Räder) sind die ersten Stationen entstanden. Die Anzahl der Leihräder beträgt zum Start 600, bis Juni werden es 950 Räder sein.

NVR fördert den Bau der Radstationen - VRS-Abokunden fahren 30 Minuten kostenfrei

Bis Ende 2017 werden in Abstimmung mit der Kölner Stadtverwaltung und den Bezirksvertretungen bis zu 100 Stationen an attraktiven Standorten entstehen. Die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) fördert die Stationen mit rund 600.000 Euro. Eine wichtige Voraussetzung dafür war, für alle VRS-Stammkunden einen einheitlichen und gleichen Zugang zum System zu ermöglichen.

Für alle VRS-Abokunden mit eTickets (JobTicket, MonatsTicket im Abo, Aktiv60Ticket, StarterTicket, u. ä.) sind die ersten 30 Minuten der Nutzung je Fahrt kostenfrei. Für längere Nutzungsdauern muss je angefangene 30 Minuten ein Euro gezahlt werden. Für Kunden, die kein VRS-eTicket besitzen, kosten bereits die ersten 30 Minuten einer jeden Fahrt einen Euro. Der Tagestarif beträgt für alle Nutzer neun Euro.

Registrierung notwendig

Vor der ersten Entleihe ist eine Registrierung des Nutzers notwendig. Hierzu halten Kunden mit VRS-eTicket diese Plastikkarte einfach an den Bordcomputer des Leihrades, geben zwei Mal ihre Handynummer ein und bestätigen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Hiernach erhalten die Nutzer eine PIN auf ihr Handy, die zusammen mit dem VRS-eTicket dauerhaft als Zugangsschlüssel fungiert. Das KVB-Rad ist nach diesen wenigen Schritten freigeschaltet. Für die kostenpflichtige Nutzung der Leihräder müssen die Nutzer sich mit Angabe des Zahlungsmittels auf der Internetseite www.kvb-rad.de in der Registrierungsmaske eintragen. Hier sind auch alle Informationen zum KVB-Rad erhältlich.

Kunden ohne VRS-eTicket vollziehen den gesamten Registrierungsprozess über die Internetseite www.kvb-rad.de. Die Registrierung ist auch über die App „KVB mobil“ möglich. In die KVB-App wurde das Angebot von nextbike integriert, so dass die Nutzer nicht die nextbike-App parallel downloaden müssen. Über die KVB-App lassen sich zudem freie Leihräder orten. Die Registrierung kann auch telefonisch über die Hotline (030) 69 20 50 46 vorgenommen werden.

Pilotprojekt mit Uni Köln - auch Studierende fahren preiswerter

Beim Start des Leihradangebotes stellt die Universität zu Köln einen Schwerpunkt dar. Mit ihren 50.000 Studierenden und rund 7.600 Beschäftigten ist die Universität ein Knotenpunkt. Außerdem eignet sich das KVB-Rad hervorragend, um auf dem riesigen Campus schnell von einem Institut zum anderen zu gelangen. Die erste Leihradstation wurde vor dem Studierenden Service Center neben dem Hauptgebäude der Universität – zunächst als virtuelle Station ohne Stationssäule – eröffnet. Weitere Stationen sollen an der Mensa, dem Sportzentrum, an der Humanwissenschaftlichen Fakultät und am Zentralen Hörsaalgebäude neben dem Albertus-Magnus-Platz entstehen. Hier wird auch eine Radstation mit Werkstatt und mit bis zu 2.000 Stellplätzen für private Räder durch die Universität errichtet.

Im Rahmen eines Pilotprojektes werden die Studierenden der Kölner Universität das KVB-Rad zu den Stammkundenkonditionen nutzen können. KVB und Universität planen, das SemesterTicket der Universität Köln auf Chipkarte auszugeben. In der Übergangszeit erhalten die Studierenden aber bereits jetzt über die Kennung ihrer E-Mail-Adresse der Universität bei der Registrierung die Stammkundenkonditionen und können die Leihräder bis zu 30 Minuten je Fahrt kostenfrei nutzen.