Sechs Kommunen führen „Fußgängerchecks“ durch

Seniorinnen und Senioren beurteilen ihre Alltagswege

Seniorinnen und Senioren wissen selbst am besten, was gut für sie ist. Was liegt also näher, als sie bei Planung und Gestaltung ihrer Alltagsmobilität direkt miteinzubeziehen. Daher hat die Koordinierungsstelle des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ im Jahr 2011 einen Wettbewerb ausgeschrieben: Eine Jury wählte sechs Kommunen aus, die im Rahmen eines „Fußgängerchecks“ die Alltagswege ihrer Seniorinnen und Senioren unter die Lupe nehmen konnten. Darunter die Städte Köln, Bonn, Kerpen, Herzogenrath und Brühl sowie der Kreis Düren mit der Gemeinde Merzenich. Die Koordinierungsstelle unterstützt die Umsetzungsberatung vor Ort und bietet verwaltungsinterne Workshops an.

Zentrales Element des Checks sind Stadtteilbegehungen. Dabei gehen interessierte Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit Mitarbeitern der Kommunalverwaltung die Alltagswege in ihrem Wohnumfeld ab. Sie nehmen wichtige Alltagsziele für ältere Menschen auf und untersuchen gleichzeitig die Wege auf Gefahrenpunkte und Barrierefreiheit.

Ziel dieser Begehungen ist es, Schwachstellen des Fußwegenetzes zu erkennen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Ergebnis des Fußgängerchecks kann  ein Seniorenwegeplan sein, in dem die erhobenen Daten grafisch aufbereitet werden.

Das Projekt wurde durch die finanzielle Förderung der Eugen-Otto-Butz-Stiftung ermöglicht.